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Projekt «Challenge the Best 2012»

Erlebnisbericht Karmen Kütt*

"Tired, confused, nervous, a bit frustrated – I have to admit, at some point of the event, I felt all of those things. But I am quite sure I was supposed to feel that way. I felt challenged and you cannot feel challenged, when you are in your comfort zone.

But then again, I also felt inspired, enlightened and full of all this new knowledge, feeling the need to share it with the world. Though Challenge the Best did not give me the world, it did give 40 other people with the same sentiment towards water. 40 people, with whom I could discuss not only water scarcity, but also the conflict in the Middle East, dictatorships in Africa, food pricing and many other issues.

The event also gave me people with deep insights into the issue of water scarcity. We met with guests and lecturers, who had real-life experience with water issues, but also sometimes contradicting views on how to solve the problem. We had our coordinators, who pushed us to go deeper into the issue and not be satisfied with one solution that seems to work somewhere. All of them in the end prepared us to challenge the best with just two days of training.

For me the event was not just about challenging the best, the experts, the ones with a lot of knowledge, it was also about challenging myself. It was about understanding difficult concepts, grasping the root causes of the problems and trying to find solutions the experts have not found in 40 years. It was about working together with other students, who had very different backgrounds. It was about standing up in front of a huge auditorium and being willing to question the experts.

So in the end, the true charm of the event was not the topic, but the people brought together by the topic. The fellow students, honored guests and the coordinators, were the ones, who made the event truly memorable."

*Karmen Kütt studiert an der Tallinn University of Technology in Estland, wo sie einen Bachelor in Transport Engineering erworben hat. Sie hat als Studentin an der diesjährigen "Challenge the Best"-Ausführung teilgenommen.

Bevölkerungswachstum und Klimawandel machen Wasser in weiten Teilen der Erde zu einem raren Gut. 800 Millionen Menschen haben gegenwärtig keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2050 könnten sogar sieben Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen sein. Um Menschen in wasserarmen Regionen zu unterstützen, erklärten die Vereinten Nationen den Zugang zu Sanitärversorgung und Wasser im Juli 2010 zum Menschenrecht – bisher ohne ersichtliche Verbesserung der Situation. Darüber diskutierten Studierende mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft während des Denkwettstreits «Challenge the Best» am 26. März an der HSG. Organisiert wurde der Generationendialog von zehn Studierenden der HSG. Das Projekt untersteht einem dreijährigen Patronat der HSG Alumni.

Projektbeschreibung

Eine Geschichte des Scheiterns

«Nach der UNO-Erklärung des Menschenrechts auf Wasser und sanitäre Versorgung fragten nicht wenige Menschen nach dem Sinn dieses Beschlusses. Immerhin ist die Resolution von mehr symbolischer als tatsächlicher Wirkung», sagt Kassian Pause, Student der internationalen Beziehungen und stellvertretender Leiter des studentischen Organisationsteams.

Unbequeme Fragen an hochkarätige Gäste

Zur Konferenz luden die Organisatoren 40 in einem europaweiten Essaywettbewerb ausgewählte Studierende aus 14 Ländern ein. Vom 23. bis 25. März 2012 bereiteten sich die Studierenden in Vorbereitungsseminaren mit internationalen Gastreferenten auf die Konferenz vor. Dazu zählte auch Ian Johnson, ehemaliger Vizepräsident der Weltbank und gegenwärtiger Generalsekretär des «Club of Rome».

Während der Hauptveranstaltung am 26. März diskutierten die studentischen Teilnehmer in Gruppen von je sechs bis sieben Studierenden und einem Gast wie globalisierte Gesellschaften im 21. Jahrhundert mit Wasserknappheit umgehen sollten. Zu den Ehrengästen zählte Maria Mutagamba, Ministerin für Wasser und Umwelt der Republik Uganda. Sie betonte gemeinsam mit Robert Mardini, stellvertretender Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, die Chancen, die sich auf dem Weg friedlicher Verhandlungen zwischen Staaten ergeben und schilderte ihre Vor-Ort-Erfahrungen aus erster Hand.

Die Ergebnisse der Konferenz werden in einer gedruckten Abschlusspublikation veröffentlicht und Entscheidungsträgern in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zugänglich gemacht. Unterstützt durch die HSG Alumni wird die nächste Konferenz am 25. März 2013 stattfinden. Das Thema: «The Future of Work».